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EU-Verpackungsverordnung

Was bedeutet das für den Tourismus?

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) bringt drastische Änderungen für den Tourismussektor mit sich. Ziel der Verordnung ist es Verpackungsmüll zu reduzieren und Mehrwegsysteme zu fördern.

In der gesamten EU sind ab 2030 Einweg-Miniaturen (z.B. Mini-Shampoo-Fläschchen) und Einzelportionsverpackungen (Kaffeeobers, Portionsbutter) verboten. Für Getränkeverpackungen gilt das österreichweite Einwegpfand von 25 Cent.

Frühstückbuffet mit Einweg-Verpackungen

Wichtige Eckdaten für die Beherbergungs­betriebe:

  • Einwegpfand

    Das Einwegpfand und die Rücknahme von Gebinden bleiben ein wichtiges Thema. Plastikflaschen und Aludosen (0,1 bis 3 Liter) sind mit 25 Cent pro Gebinde bepfandet. Betriebe, die Getränke verkaufen (etwa in Minibars oder Automaten), müssen die leeren Gebinde auch wieder zurücknehmen.

  • Kosmetik- und Hygieneartikel

    Ab 2030 sind Kosmetik Miniaturen nicht mehr zulässig, etwa Mini-Shampoos oder einzelverpackte Mini-Seifen.

  • Portionsverpackungen

    Einzelportionen von Zucker, Marmelade oder Honig werden stark eingeschränkt. Kleinste Einheiten von Gewürzen oder Saucen werden für den Vor-Ort-Verzehr verboten.

  • Take-Away & To-Go

    Wer Speisen oder Getränke zum Mitnehmen anbietet, muss sich auf neue Mehrweg- und Wiederbefüllungspflichten einstellen. Ab 2027 müssen Betriebe das Befüllen mitgebrachter Behälter ermöglichen.

Unterstützung des regionalen Abfallverbands

Die Umstellung auf die neuen gesetzlichen Vorgaben stellen Tourismusbetriebe vor organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen. Im Rahmen des Tourismusprojekts des Gemeindeverband Horn für Abfallwirtschaft und Abgaben möchten wir Betriebe auf die neuen Bestimmungen vorbereiten und begleiten.

Unser Ziel ist es, praktikable Alternativen aufzuzeigen, Informationen bereitzustellen und Anregungen zum Umstieg auf nachhaltige Verpackungs- und Mehrweglösungen zu geben. Sensibilisierte Betriebe können so frühzeitig und schrittweise Anpassungen an die neuen Anforderungen vornehmen.

Gleichzeitig tragen Vermeidung und Reduzierung von Verpackungen dazu bei, Abfälle im Betrieb zu minimieren. Eine konsequente und richtige Trennung der anfallenden Abfälle leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur effizienten Kreislaufwirtschaft.

Glaskugel in der man die Reflektion der umliegenden Natur sieht

Mit Nachhaltigkeit überzeugen

Immer mehr Gäste achten auf nachhaltiges Handeln und schätzen Betriebe, die Verantwortung übernehmen. Maßnahmen zur Abfallvermeidung, zur Reduktion von Verpackungen und zu einer konsequenten Abfalltrennung können daher nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, sondern auch das positive Image eines Betriebs stärken und ihn von Mitbewerbern hervorheben.

Die nachfolgenden Informationsmaterialien unterstützen Beherbergungsbetriebe dabei, Abfälle zu vermeiden und eine richtige Abfalltrennung erfolgreich in den Betriebsalltag zu integrieren.

Der interessierte Gast kann sich über die regionale Mülltrennung informieren. Das Trenn-ABC hilft die ordnungsgemäße Trennung des Abfalls in der Urlaubsregion besser zu verstehen.

Weiterführende Links

Bild unterschiedlicher Abfall mit Hinweis auf Trenn-ABC

Unsicher, wohin ein bestimmter Abfall kommt?

Mit dem Trenn-ABC den richtigen Entsorgungsweg finden:

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